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Gepostet by on Donnerstag, 13. Februar 2014 in Allgemein, Elektrik, Grundstück, Technik

Die Hausanschlüsse sind fertig!

Die Hausanschlüsse sind fertig!

In den letzten Tagen ging es auf der Baustelle wieder einmal rund: Firma Hoth ist angerückt, um Strom und Gas ins Haus zu legen, Firma Behr kümmert sich um Frischwasser, Firma Schmidt beschäftigt sich mit Abwasser- und Regenwasserleitungen und Firma MUP legt den Kabelanschluss. Und das natürlich ALLES GLEICHZEITIG…

Zuerst ging es los mit Firma Behr: Nachdem erst wochenlang gar nichts passiert ist (auch wetterbedingt), habe ich kurzerhand am Dienstagmorgen eine Nachricht auf der Mailbox, dass es nun losgeht. Als ich auf der Baustelle ankomme ist schon der Graben für die Frischwasser-Zuleitung durch die Partnerfirma Schmidt ausgehoben worden. Moment mal… Eigentlich war ich mit Herrn Behr so verblieben, dass seine Firma nur noch Abwasser und Regenwasser macht und der Rest in einem Rutsch durch Firma Hoth (Dienstleister für alle Netzbetreiber der Region) durchführt wird. Ich wollte damit erreichen, dass alle Leitungen in einem Rutsch gelegt werden können und es bloß keine weiteren Verzögerungen gibt. An diese telefonische Absprache konnte sich Herr Behr allerdings nicht mehr erinnern… Letztendlich haben wir es dann so geregelt bekommen, dass  ich bei Hoth den entsprechenden Auftrag storniert habe (was zum Glück problemlos möglich war). Naja, besser es buddelt einer zu viel, als gar keiner! 🙂

Abwasserleitung

Abwasserleitung vom Revisionsschacht in Richtung Kanalübergabeschacht

Parallel zur Verlegung der Wasserleitung wurde hinterm Haus schon der Abwasser-Revisionsschacht gesetzt und die Abwasserleitung in Richtung Kanal-Anschlussschacht gelegt. Die Abwasserleitung aus der Küche war auch schon vorbereitet, konnte aber erst hinters Haus geführt werden als die Wasserleitung unten im Graben lag und dieser teilverfüllt wurde.

Der Aufbau eines solchen Grabens sieht ungefähr so aus: Ganz unten auf ca. 1,20m Tiefe liegt die Wasserleitung. In dieser Tiefe ist praktisch keine Einfriergefahr mehr vorhanden. Auf ca. 80cm Tiefe läuft dann die Abwasserleitung. Hier ist die Einfriergefahr zwar etwas größer, aber durch diese Leitungen fließt verhältnismäßig „warmes“ Abwasser, so dass es hier auch nicht so schnell friert. Auf ca. 60cm Tiefe liegen dann Gas, Telefon und Strom, 20cm darüber ein Trassenband zur Markierung der Leitungen.

Ich nutzte nun die Gunst der Stunde und ließ mir gleich einen weiteren Graben in Richtung Hauptstraße buddeln, wo der Kabelanschluss auf unser Grundstück stoßen sollte. Die bisher von MUP (Subunternehmer von Kabel Deutschland) vorgesehene Grundstücksmitte konnte allerdings nicht als Kabelübergabepunkt genutzt werden, da dort mehrere große Eichen stehen und im Erdreich praktisch kein Durchkommen ist. Nach kurzer Rücksprache mit MUP erhielt ich die Handynummer des Monteurs. Gleichzeitig wurde mir eröffnet, dass dieser ja dann auch morgen kommen würde um den Anschluss herzustellen!? Wir hatten noch gar keinen Termin abgemacht, aber das passte ja nun durch Zufall wirklich gut… Durch einen Anruf beim Monteuer konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Anschlusspunkt direkt in der Flucht unser Hauswand bei der Nebeneingangstür liegt. Dort stehen keinerlei Bäume und die Entfernung ist deutlich kürzer. Außerdem muss MUP nicht den halben Gehweg aufreißen. Ideal! Es wurde also in Richtung Anschlusspunkt gebuddelt und das 50er PE-Rohr wurde vom Technikraum bis zu Grundstücksgrenze geführt. Dann „Schmitti’s“ Einsatz war das alles überhaupt kein Problem!

Leerrohr für Kabelanschluss

Leerrohr für Kabelanschluss

Der nächste Tag startete mit der Abnahme der Abwasserleitungen durch den Landkreis, die problemlos verlief. Anschließend ging es mit Gas und Strom durch Firma Hoth weiter, während Firma Schmidt die Regenwasserleitungen ums Haus herum in Richtung (noch nicht vorhandenen) Sickerschacht im Garten führte. Mit Herrn Lübberstedt von Firma Hoth habe ich im Technikraum gerätselt, wo denn nun welcher Anschluss am besten hin soll. Strom kommt durchs Leerrohr, das war klar, aber wo soll der Übergabepunkt genau hin? Neben dem Standschrank für die Verteilung ist ziemlich wenig Platz – es wurde viel hin und her gemessen. Den vom Architekten vorgesehenen Gas-Anschlusspunkt an der „Nordwand“ des Technikraums fand Herr Lübberstedt auch nicht so toll, weil die von Süden herangeführte Gasleitung dann deutlich länger werden müsste, was einen größeren Leitungsquerschnitt erfordert hätte. Alternativ hätte der Gasanschluss auch von der Hauptstraße aus erfolgen können, was aber deutlich mehr Aufwand bei der Buddelei bedeutet hätte, von den im Weg stehenden Eichen mal ganz abgesehen. Die Gasleitung sollte lieber auch in der Nähe der Stromeinführung liegen. Letztendlich habe ich mich mit unserem Elektriker entschieden, den Standschrank für die Verteilung später etwas vorzuziehen und aus dem Boden kommende Kabel hinter dem Schrank zu den oben liegenden Klemmleisten zu führen. So konnten wir einen Kabelkanal rechts neben dem Schrank einsparen und der Schrank konnte ca. 11cm aus der „kritischen“ Zone gerückt werden. Der Strom-Anschlusskasten passt nun bequem neben die Verteilung und auch für die Gas-Hauseinführung ist noch genug Platz.

Für die Gasleitung war keine Hauseinführung gelegt wurden (Harko wollte sich kümmern…), deswegen kam nun die Bohrmaschine mit Kernbohrkrone zum Einsatz. Erst wurde durch den Estrich gebohrt und dann die Trittschalldämmung herausgefummelt. Laut meinen Fotos könnte direkt an der Bohrstelle ein Stromkabel und eine Steuerleitung liegen, die beide in Richtung Heizung gehen. Tatsächlich konnte man direkt am Rand des Bohrlochs das Schutzrohr der Steuerleitung und das NYM-Stromkabel fühlen. Die Kabel wurden ein Stück vom Loch weggeschoben und weiter ging die Bohrerei. Erstaunlich schnell war auch die Sohle durchgebohrt und man konnte direkt am Fundament entlang unter das Haus sehen. Von außen wurde die Stelle schon freigeschaufelt, so dass es direkt weiter gehen konnte.

Kernbohrung für den Gasanschluss

Parallel zum Gebohre nutzte ich die Gelegenheit ein weiteres Leerrohr (70er Wellrohr) in den Graben zu werfen, das erst in Richtung Terasse geführt wurde, dort eine Schleife machte und wieder zurück in den Graben bis vorn an die Straße geführt wurde. So haben wir zukünftig sehr einfach die Möglichkeit irgendwelche Gartenleuchten zu installieren, oder vielleicht vorne einen elektrischen Torantrieb, oder oder oder… Das Leerrohr (50m) hat ca. 80€ gekostet und wurde auch schon vom Technikraum auf den Dachboden verwendet. Eine Investition, die sich bestimmt auszahlen wird. Auch ein Telefonkabel hatte ich besorgt (ebay Kleinanzeigen, 65€), welches ich auch gleich in den Graben warf. So ist man für alles vorbereitet… 🙂

Zwischenzeitlich waren die Jungs von Kabel Deutschland, bzw. von MUP angerückt und wurden von mir mit der Anschlusssituation vertraut gemacht. Sofort ging es los das vorbereitete Leerrohr weiter in Richtung Gehweg zu verlegen (wir hatten es noch nicht abgeschnitten). Die Jungs konnten sich dafür Zeit lassen, denn zur Unterführung unter der Straße mittels Erdrakete hatten sie leider nicht die richtigen Pläne zugeschickt bekommen… Wir entschieden uns gemeinsam, das Kabel bis zur Straße durchzuschieben und am Freitag den 14.2.14 den eigentlichen Anschluss an das Kabelnetz durchzuführen. So konnte der Hausübergabepunkt schon gesetzt werden und die Jungs müssen nicht extra noch einmal ins Haus.

Weiter ging es draußen mit der Gasleitung: Um die Hauptleitung wurde eine Art Manschette geschraubt, die den Abgang für unsere Gasleitung herstellt. Die Verbindung erfolgt durch eine Verschweißung zwischen Manschette und Rohr. Dafür kommt ein besonderes Schweißgerät zum Einsatz, was an die Manschette mit 2 Kontakten angeklemmt wird. Das Gerät gibt eine Spannung auf eine in der Manschette eingewickelte Spule und erzeugt so die Verschweißung. Am Gerät befindet sich ein Barcodescanner, mit dem die Barcodes auf den Manschetten abgescannt werden. So wird das Gerät unter Berücksichtigung der Außentemperatur genau auf die Muffe eingestellt und gibt genau die richtige Energiemenge ab, um eine prefekte Verschweißung zu erhalten. Eigentlich total sicher. Ich bin trotzdem erstmal einen Schritt zurück getreten…

Gasleitung

Anschluss an die Hauptleitung

Gasleitung-Hauseinführung

Nachdem alles verschweißt und die Gas-Hauseinführung eingebaut wurde, erfolgte noch eine Druckprobe, bei der Pressluft mit 3 bar auf die Leitung gegeben wurde (auf der Gasleitung sind normalerweise nur ca. 20 Millibar) und der Druck dann 30min lang durch ein Messgerät protokolliert wurde. Erst danach wurde an der „Hauptmanschette“ eine Art abgedichteter Bohrer in die Haupleitung getrieben und der Anschluss zu Gasnetz hergestellt.

Während der Druckprobe wurde der Baustromverteiler und die Zählersäule abgeklemmt und die Stromleitung ins Haus geführt. Man muss schon ein bisschen cool sein, um mit einer spannungsführenden Leitung umzugehen, auf deren Adern nur ein paar Plastikkappen sitzen und die nächste Sicherung erst bei über 100 Ampere oder so schmilzt…

Am Ende waren dann alle Hausanschlüsse hergestellt und ein weiterer Meilenstein beim Hausbau war erreicht:

Strom- und Kabelanschluss

Gasventil

Wasseruhr

Parallel zu den ganzen Hausanschluss-Arbeiten buddelte Firma Schmidt komplett ums Haus herum, um die Regenwasserleitungen zu verlegen. Am Ende des Tages wurde dann noch der Regenwasser-Sickerschacht gesetzt und alles wieder zugeworfen.

Überall Gräben

Hausanschlüsse fertig

Bagger

Regenwasser-Sickerschacht

Übergabeschacht

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